Ursprünglich veröffentlicht unter dem Titel: Leasing/Finanzierung von Ausrüstung: So funktioniert es für Sie.

Ressourcen
Korrektur: Der Originalartikel enthielt eine falsche Website. Die korrekten Quellen lauten wie folgt:
Michelle D. Sherman, Apex Capital Group,  financewithapex.com, Partner von ASC Machine Tools Inc.

Mickey Phelps, Jules und Partner, www.julesandassociates.comPartner von Marion Manufacturing
Bill Griffin, Metallwalzformsysteme, www.mrsrollform.com

Für viele Rollformanlagenhersteller geht es bei der Anschaffung neuer Anlagen nicht darum, ob sich die Maschine amortisiert, sondern vielmehr darum, wie sie finanziert werden kann, ohne den Cashflow zu belasten oder das Wachstum einzuschränken. Zwischen Rollformanlagen, Abwicklern, Steuerungen, Software, Zubehör, elektrischen Aufrüstungen, Transport, Schulungen und dem ständigen Bedarf an Kapazitätserweiterungen können sich die Kapitalanforderungen schnell summieren. Deshalb finanzieren die meisten Rollformanlagenhersteller ihre Anlagen, anstatt bar zu bezahlen, selbst wenn dies möglich wäre.

Leasing oder Finanzierung?

Eines der hartnäckigsten Missverständnisse in der Branche ist die Annahme, Leasing sei der Standardweg. Tatsächlich leasen die meisten Rollformmaschinenhersteller nicht im herkömmlichen Sinne. Sie finanzieren ihre Maschinen meist über einen Ausrüstungsfinanzierungsvertrag (EFA) oder einen kommerziellen Finanzierungsvertrag (CFA). Diese Strukturen funktionieren ähnlich wie Kredite und führen am Ende der Laufzeit zum vollständigen Eigentum. Der Kreditnehmer ist während der gesamten Laufzeit rechtmäßiger Eigentümer der Maschine, während der Kreditgeber bis zur vollständigen Tilgung ein Pfandrecht daran behält. Im heutigen Markt sind echte Leasingverträge – bei denen der Kunde die Option hat, die Ausrüstung zurückzugeben – im Rollformbereich selten und oft nicht die optimale Lösung.

Diese Unterscheidung ist wichtig, da Rollformmaschinen ihren Wert außergewöhnlich gut halten. Viele Maschinen weisen auch nach fünf Jahren noch einen hohen Anteil ihres ursprünglichen Wertes auf. Ein Leasingvertrag zum Marktwert, auch Operating-Leasing oder Steuerleasing genannt, verpflichtet den Kunden, die Maschine am Ende der Laufzeit zum aktuellen Marktwert zu erwerben. Bei einer Rollformmaschine im Wert von 400,000 US-Dollar kann dies bedeuten, dass die Maschine zweimal bezahlt werden muss – einmal durch die Leasingraten und ein weiteres Mal beim Kauf. Aus diesem Grund werden Leasingverträge zum Marktwert für Rollformmaschinen im Allgemeinen nicht empfohlen, es sei denn, ein Steuerberater verlangt ausdrücklich eine bilanzneutrale Behandlung aus steuerlichen Gründen.

Dollar-Buyout-Leasingverträge, oft auch als Finanzierungsleasing bezeichnet, ähneln eher einer Finanzierung als einem Leasingvertrag. Sie werden steuerlich wie Kredite behandelt, verpflichten den Kunden zum Kauf der Ausrüstung am Ende der Laufzeit zu einem symbolischen Betrag und sind nicht vollständig bilanzneutral. Dennoch sind sie seltener geworden als klassische Anlagenfinanzierungsverträge, bei denen der Kaufschritt komplett entfällt.

Spezialisiertes Ausrüstungsfinanzierungsunternehmen oder Bank?

Der Reiz spezialisierter Finanzierungsgesellschaften für Anlagenbau liegt nicht nur in ihrer Struktur, sondern auch in ihrer Flexibilität. Unternehmen, die sich auf Industrie- und Fertigungsanlagen konzentrieren, kennen sich mit Walzprofiliermaschinen, deren Wiederverkaufswert und Lebensdauer bestens aus. Dank dieser Expertise können sie Finanzierungen kreativ gestalten und schneller agieren als traditionelle Banken, die zwar mitunter etwas günstigere Zinssätze bieten, aber in der Regel umfangreichere Dokumentationsprozesse und längere Genehmigungszyklen erfordern.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Metal Rollforming Systems.
Fotos mit freundlicher Genehmigung von Rollformsysteme für Metall.

Genehmigt werden

Für etablierte Rollformanlagenhersteller können Genehmigungen überraschend unkompliziert sein. Je nach Transaktionsvolumen hängen die Kriterien für die Kreditvergabe von der Unternehmensdauer, dem Cashflow, der Zahlungshistorie und der Bonität des Inhabers ab. Die Zahlungshistorie ist oft der aussagekräftigste Indikator. Größere Transaktionen werden genauer geprüft, doch Rollformanlagen an sich wirken sich positiv auf den Kreditnehmer aus. In den Augen von Kreditgebern gelten Rollformanlagen als erstklassige Vermögenswerte – robuste, vielseitige Maschinen, die in verschiedenen Branchen eingesetzt werden und über Jahre zuverlässig funktionieren.

Diese solide Vermögenslage eröffnet jungen Unternehmen neue Möglichkeiten. Viele Kreditgeber bevorzugen eine dreijährige Geschäftstätigkeit, doch einige Anlagenfinanzierer bieten spezielle Programme für Existenzgründer an, die in der Regel stärker auf die Bonität und Branchenerfahrung setzen. Im Bereich der Profilwalztechnik fangen Startups selten bei null an. Viele Inhaber kommen aus dem Dachdeckerhandwerk, dem Baugewerbe, der Montagebranche oder anderen Profilwalzbetrieben – und diese Erfahrung zählt. Die Finanzierung für Existenzgründer ist oft auf 100,000 bis 200,000 US-Dollar begrenzt, kann aber für den Start eines Unternehmens ausreichen.

Finanzierung, die zu Ihnen passt

Ein weiterer großer Vorteil spezialisierter Anlagenfinanzierer ist die flexible Zahlungsgestaltung. Zahlungsaufschubprogramme sind oft verfügbar, während Maschinen gebaut oder installiert werden oder während sich die Bediener einarbeiten. Manche Modelle ermöglichen reduzierte Raten für die ersten sechs Monate oder sogar das erste Jahr, die später nach Stabilisierung der Produktion steigen. Saisonale Finanzierungsmodelle sind ebenfalls weit verbreitet. In kälteren Regionen leisten einige Profilwalzhersteller in den Wintermonaten minimale Zahlungen – manchmal nur 100 US-Dollar – und zahlen dann im restlichen Jahr wieder den vollen Betrag. Diese Vereinbarungen können für die gesamte Laufzeit, nicht nur für das erste Jahr, getroffen werden, sodass die Zahlungen dem tatsächlichen Cashflow entsprechen.

Die meisten Finanzierer haben Laufzeitbegrenzungen. Finanzierungsverträge können für sehr teure Maschinen bis zu zehn Jahre laufen; die Mehrheit hat jedoch Laufzeiten zwischen fünf und zehn Jahren.

Die Finanzierung kann über die Maschine selbst hinausgehen. Viele Verträge ermöglichen die Einbeziehung von Nebenkosten wie Abwicklern, Steuerungen, Software, elektrischen Modernisierungen, Versand, Schulungen und sogar begrenztem Betriebskapital für den Erstkauf von Spulen. Mit dem Wachstum des Unternehmens lässt sich die Finanzierung anpassen. Zusätzliche Profile, Kapazitätserweiterungen oder mittelfristige Modernisierungen können mitunter durch neue Produktionspläne oder umstrukturierte Verträge realisiert werden, ohne den ursprünglichen Vertrag zu gefährden. Einige Profilwalzunternehmen haben ihre Anlagenkapazität sogar mittelfristig verdoppelt, indem sie bestehende Strukturen refinanziert oder erweitert haben.

Bedenken hinsichtlich Verschleiß, Ausfallzeiten und Wartung werden oft übertrieben. Leasing- und Finanzierungsverträge konzentrieren sich typischerweise eher auf unsachgemäße Behandlung als auf das Produktionsvolumen. Garantieleistungen werden üblicherweise vom Hersteller übernommen, Software-Updates sind häufig inklusive und Bedienerschulungen sind oft Bestandteil des Kaufpreises. Inländische Hersteller verfügen in der Regel über eine gute Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Technikern, wodurch Ausfallzeiten kurz gehalten werden. Die Versicherungsanforderungen sind unkompliziert; die meisten Unternehmen fügen die Geräte einfach ihren bestehenden Sach- und Haftpflichtversicherungen hinzu.

Aus strategischer Sicht sichert die Finanzierung Kapital für Wachstum. Die Aufnahme von Krediten zu moderaten Zinsen für die Anschaffung von Anlagen, die den Durchsatz erhöhen, neue Märkte erschließen oder die Effizienz steigern, erzielt oft eine höhere Rendite als die Anschöpfung der Barreserven. Viele Walzprofilierer kombinieren die Anlagenfinanzierung mit moderaten Kreditlinien, anstatt sich ausschließlich auf Barmittel zu verlassen. So bleibt die Liquidität für Personal, Lagerbestände, Anlagenmodernisierungen, Marketing und andere Investitionsmöglichkeiten erhalten.

Verbesserung Ihrer Geschäftssituation durch Finanzierung

Leasing und Finanzierung können Unternehmen helfen, zu expandieren und ihre finanzielle Stärke auszubauen. Doch wie immer gilt: Vorsicht ist geboten. Die größten Fehler beim Leasing und der Finanzierung passieren meist, wenn Käufer im Vorfeld nicht genügend Fragen stellen. Es ist unerlässlich, die Gesamtkosten, die Eigentumsverhältnisse am Ende der Laufzeit, Gebühren und die strukturelle Flexibilität zu verstehen. Genau wie Rollformmaschinenhersteller Maschinen und Unternehmen vor dem Kauf gründlich recherchieren, sollten sie bei der Auswahl von Finanzierungspartnern dieselbe Sorgfalt walten lassen. Ziel ist nicht nur die Sicherung der Finanzierung, sondern der Aufbau einer langfristigen Partnerschaft mit einem Unternehmen, das die Branche versteht und sich an die Entwicklung des Unternehmens anpassen kann.

Für viele in der Rollformindustrie wird die Anlagenfinanzierung nicht mehr als vorübergehende Notwendigkeit betrachtet, sondern als eine gesunde, strategische Form der Verschuldung – ähnlich einer Hypothek –, die gezielt eingesetzt wird, um langfristiges Wachstum zu unterstützen, ohne die Stabilität zu gefährden.